Tiergeschichten

Liebe Tierfreunde,
auf dieser Seite erzählen wir Geschichten von Tieren, denen wir geholfen haben oder versucht haben zu helfen. Auch Gedanken, Gedichte, alles was den Tieren zu Gute kommt, soll auf dieser Seite veröffentlicht werden. Wir möchten alle Tierfreunde dazu ermuntern , uns ihre eigenen Geschichten, und, oder, Gedanken zu senden, damit wir sie auf dieser Seite einbinden können.
Ein Mensch kann einem Menschen Leid zufügen, das ist schlimm, aber dennoch kann ein Mensch sich gegen Ungerechtigkeit wehren, zumindest kann ein Mensch sich verbal äussern  wenn ihm etwas nicht passt.
Ein Tier dagegen ist uns ,, Herren der Erde,, schonungslos ausgesetzt, einmal in unserer Gewalt gibt es kein Entrinnen mehr! Sogar der gefürchtete Hai ist in Gefangenschaft nur noch ein Schatten seiner selbst und dem Menschen hoffnungslos ausgeliefert.
Es ist unsere Verantwortung, unseren Planeten mit seiner Artenvielfalt und Mannigfaltigkeit  mit Respekt zu behandeln, und da die Tiere nicht reden und rebellieren können, brauchen sie Menschen die mit ihnen fühlen und  für sie sprechen!
Und das wollen wir mit unseren Geschichten tun:
Der Bulldozer Der Umzug Liebesbrief an einen Wilden Vogel Taha der Volontär
2 Dromedare Hundetag im Juni in Düsseldorf  2006 Die Geschichte einer starken Frau... Vorweihnachtszeit in Hurghada
Besuch von Lisa und Michaela im November 2011 Ein Besuch im Bluemoon Animalcenter Praktikum im Bluemoon Besuch Oktober 2010
Der Bulldozer

Fast sechs Jahre wohnen wir nun schon in Mubarak I, Nummer 13/14, und als wir einzogen, waren erst vier Wohnungen im Block bewohnt. Hinter dem Haus gab es ein Wasserreservoir, um das die Regierung eine Steinbordüre gebaut hatte. Wir bauten eine zweite im Inneren der Umrandung und pflanzten dort Bäume und Grünes.

Eigentlich ging es dann auch schon los mit dem Tierschutz und immer mehr Tiere kamen in kurzer Zeit. Wir bauten einen Zaum um die Bordüre und schon hatte ich Platz und Auslauf für zehn Hunde sowie eine gemütliche Ecke zum Grillen. Die Katzen waren schon damals nur im Haus. Gegen das zeitweilige Bellen der Hunde bewährte sich die Wassertherapie: Sowie einer der Hunde loskläffte, sprayten wir ihn mit einem Sprutz Wasser an und gaben ihm das Kommando still zu sein. So hatten wir eine wirklich idyllische Ecke für Mensch und Tier. Aus dem immer noch fast leeren Gebäude kamen keinerlei Beschwerden.

 

Doch wie es leider so ist im Leben, waren die Missgünstigen dann doch nicht weit. Die Regierung begann, Wohnungen an mittellose Menschen zu verschenken, und damit begannen unsere Probleme. Vielen Leuten waren die Hunde ein Dorn im Auge und somit ein guter Vorwand, uns zu schikanieren. Küchen- und Hausmüll, voll geschi.... Pampers, brennende Zigaretten und Steine flogen auf uns. Einmal konnten wir nur mit knapper Not einen Hausbrand verhindern. Als wir einigen Mietern nicht gestatteten, ihre hässlichen Wassertanks vor unser Wohnzimmerfenster zu stellen, mussten wieder die Hunde herhalten. Und so kam der Tag, an dem die Polizei mit Bulldozer und Gewehren vor  meinen Hunden stand, um sie zu eliminieren und das Gelände einzuebnen. Ich war zu der Zeit noch für drei Tage in der Schweiz, als mich per Telefon die Nachricht erreichte, dass man unsere Hunde erschiessen will. Glücklicherweise konnte mein Mann die Herren überreden, vorerst wieder abzuziehen.

Umgehend begann mein Mann, eine Zwischenlösung für die meisten unserer Hunde zu suchen, und er fand tatsächlich ein Gelände, wo wir ein Provisiorum errichten konnten. Unser Versuch, von der Regierung Land für den Bau eines Tierheims zu kaufen, war nämlich in den letzten zweieinhalb Jahren erfolglos geblieben.

Immer noch hatten wir allerdings drei Hunde bei uns in Mubarak I, und so dauerte es auch nicht lange, bis der Bulldozer wieder vor unserem Haus stand. Unsere Besucher hatten eine Verfügung, den Zaun abzureißen, was dann auch schnellstens geschah. Sogar die staatlich erbaute Umrandung wurde teilweise abgetragen. Gottseidank sind wenigstens die Bäume stehen geblieben. Die Hunde waren glücklicherweise im Haus. Natürlich war die ganze Aktion mit einem Menschenauflauf und viel Gezeter verbunden. Am Ende durfte ich dann auch noch LE 400.- für den Bulldozer bezahlen.

Nun hatten wir nur noch ein kleines Mäuerchen um das Wasserreservoir und eine kleine eingezäunte Ecke als Garten. Doch da wir uns nach wie vor weigerten, große Wassertanks vor unseren Fenstern aufstellen zu lassen, kamen unsere Besucher erneut wieder, diesmal mit Steinschlägern, um das restliche Mäuerchen kaputt zu machen. Ausgerechnet an dem Tag war mein Mann nicht zu Hause. So setzte ich mich dann auf die Mauer und sagte den Beamten, dass sie das Mäuerchen schon durch mich hindurch kaputt machen müssten, ich auf keinen Fall weggehen würde und außerdem erst einmal die schriftliche Erlaubnis zur Zerstörung des Gartens sehen wolle. Und siehe da, es konnte mir keine gezeigt werden. Da wurde mir klar, dass wir durch Korruption gemobbt werden sollten. Ich sagte den Herren noch, dass sie doch lieber einmal die Gärten meiner Nachbarn aufräumen sollten, da sie dort noch nie, bei uns aber schon zweimal gewesen waren. Seither haben wir Ruhe. Mal sehen, wie lange noch.

Der nicht eingezäunten Garten aber hat auch  sein Gutes: Die Wasserbecken unserer Hunde dienen den Wildhunden aus der Umgebung nun als willkommene Tränke. 

Wir geben nicht auf!

Moni

Der Umzug

Ich sitze wieder einmal in der Schweiz  und bin am Packen bzw. Umpacken, da ich wie üblich zuviel Gepäck für Ägypten habe. In nur 3 Tagen geht es nach einem viel zu kurzen Aufenthalt wieder nach Hurghada. Also packe ich ein und aus und sortiere um. Halsbänder, Medikamente, Decken, Näpfe, Spielzeug  für Kinder und Tiere, nicht zu vergessen den Bohnenkaffe, den unsere Volontäre so gern bei uns trinken.

Da kommt ein Anruf aus Hurghada von meinem Mann Salah: Die Polizei steht mit 30 Mann und Gewehren vor dem Garten und will unsere 10 Hunde eliminieren. Ein missgünstiger Nachbar, dem wir untersagt hatten, seinen Wassertank direkt vor unserem Wohnzimmerfenster zu bauen, hat ein paar Hausbewohner aufgestachelt, Anzeige zu erstatten. Durch Beziehungen und Geld unter dem Tisch stehen sie nun da, die bis an die Zähne bewaffneten Ordnungshüter, und wollen den Garten räumen. Glücklicherweise besitzt mein Mann recht viel Überzeugungskraft und er kann die Polizisten überreden, ihm ein paar Tage Aufschub zu gewähren.

 

So beginnt er, nach einem eingemauerten Gelände Ausschau zu halten, das nicht direkt neben Wohnhäusern liegt, und schnell wird er fündig. Er organisiert ein paar Helfer und beginnt umgehend, Gehege für die Hunde zu bauen. Schon am folgenden Tag sind alle Hunde wohlbehalten dort.

Zwei Tage später komme ich voller Sorge in Hurghada an – und bin total erstaunt, wie schnell mein Mann das alles organisiert hat. Hut ab und vielen Dank!!!

 

Leider hat mein lieber Mann allerdings eine Kleinigkeit vergessen, nämlich dass Hunde gern graben. Und so kommen wir am Gelände an und es herrscht ein heilloses Chaos: Alle Hunde laufen durcheinander, glücklicherweise friedlich und wohlbehalten.

Nun müssen unsere Helfer wieder her. Gemeinsam graben wir die Zäune ausbruchssicher ein, kaufen ein paar Pflanzen, legen Sonnendächer, eine Sitzecke und einen kleinen Tümpel an. So gefällt uns unser Provisorium ganz gut, und schließlich soll es ja auch halten, bis wir eigenes Land von der Regierung kaufen können.

 

Die Gehege sind großzügig angelegt, aber irgendwie zu leer und eintönig, denn die Tiere brauchen eigentlich etwas Abwechslung. Da habe ich eine geniale Idee! Überall am Straßenrand liegen alte Autoreifen herum. Also mache ich mich mit einem jungen Mann auf den Weg, um sie einzusammeln und wir beladen unseren Jeep mit jeder Menge LKW- und Autoreifen. Aufeinandergeschichtet und mit Sand gefüllt ergeben sie ein tolles Podest, nebeneinander aufgereiht kleine Höhlen und Schlupfwinkel. Ein wunderbar abwechslungsreicher Spielgarten ist geschaffen.
Die Anwohner allerdings, die uns beobachtet haben, sind wohl leicht erstaunt: Eine Ausländerin sammelt alte Reifen, das muss doch etwas zu bedeuten haben, womöglich eine unbekannte Geldquelle??? Am nächsten Tag auf jeden Fall findet sich kein einziger Reifen mehr am Straßenrand.
Trotz des gelungenen Umzuges habe ich nun aber Bedenken, die Hunde allein zu lassen. Wir versuchen, einen “Bawab” (sprich: Bauäb), eine Art Hausmeister, zu finden, doch das ist nicht einfach, denn er soll Hunde und nicht Häuser bewachen, und Hunde sind generell nicht gerade die Lieblingstiere der meisten Ägypter. Gottseidank finden wir Gäber, einen Mann um die 50, der sich einverstanden erklärt, in einem Raum bei den Hunden zu wohnen. Er ist in der Tat ein Glückstreffer mit einem guten Draht zu den Tieren. Besser als er könnten wir die Hunde auch nicht hegen und pflegen. Er hat ein Auge auf die scheuen, die unterdrückten und die aufmüpfigen Tiere, und wir können endlich wieder ruhig schlafen: Die Hundegruppen sind ideal zusammen gestellt und Gäber hat alles unter Kontrolle.

Leider haben wir weder Wasser noch Strom am Gehege. Deshalb koche ich das Hundefutter zu Hause und bringe es zusammen mit frischem Wasser jeden Morgen dorthin. Mit unseren fleißigen Volontärinnen gehen wir gruppenweise mit den Hunden spazieren. So lernen die Tiere gleich, an der Leine zu gehen, “Platz” zu machen und zu kommen, wenn wir sie rufen (was recht häufig klappt).

Oft haben wir auch Feriengäste, die uns besuchen. Wir nehmen sie gleich am Morgen mit zum Füttern und Spazierengehen. Denn so bekommen sie einen reellen Eindruck von unserer Arbeit. Immer wieder füttern wir auch noch ein paar Wildhunde, um sie ein wenig an uns zu gewöhnen. Sie sind dann einfacher einzufangen, wenn wir sie kastrieren wollen, denn unsere Ziel ist es nicht, die Hunde einzusammeln und weiter zu geben, sondern nach wie vor, die Tiere zu kastrieren, zu impfen und zu registrieren, damit sie sich nicht unkontrolliert weiter vermehren. Nach der Prozedur werden sie dann dort freigelassen, wo wir sie aufgelesen haben. Es ist immer eine wahre Freude, die Wildhunde gesund und munter durch die Wüste ziehen zu sehen, denn vier Jahre in Freiheit zu leben ist doch schöner als zehn Jahre im Tierheim oder an der Leine verbringen zu müssen. Deshalb nehmen wir auch nur Tiere unter zwölf Monaten auf, die keine Überlebenschancen haben, weil sie verletzt sind oder ihre Mutter verloren haben. Für diese Tiere suchen wir dann ein liebevolles Zuhause.

 

Wenn Ihr Weg Sie nach Hurghada führt, dann besuchen Sie uns doch einmal und schauen sich unsere Tiere an. Wir suchen auch immer Reisepaten und Menschen, die unsere leeren Hunde- und Katzenboxen aus Europa wieder mitbringen. Tierschutz heißt nicht nur, sich zu informieren, sondern auch, aktiv mitzuhelfen. Und wir sind für jede Hilfe dankbar.
Liebesbrief an einen Wilden Vogel
Ich habe ein paar bewegende Gedanken und Gefühle, die ich gerne mit euch teilen möchte, weil es vielleicht manchen genau so geht wie mir. Menschen, die sich ärgern etwas nicht richtig bezähmen zu können. Ich habe den Brief an einen Vogel geschrieben, aber ich denke man kann meine Gedanken auf jedes Tier beziehen.
Am  Anfang war ich sehr enttäuscht von meiner Mimi, der wilde, wachsame, unnahbare Vogel. Ich habe mich geärgert, weil dieser Geier so überhaupt gar nichts mit mir zu tun haben will. Immer wachsam fliegt sie sofort weg, wenn ich in ihre Nähe komme, selbst wenn sie in der Voliere ist und ich draußen bin verkrümelt sie sich sofort in die Ecke sobald ich mich nähere.
Toll! Und was soll ich mit so einem Vogel, dachte ich mir.
Und dann kam Bonnie zu mir, (als Partner für Mimi) gerupft, gestört, apathisch und mir aus der Hand fressend!
Ja mir aus der Hand fressend! Ich fand es toll, dass sie, im Fachgeschäft,  gleich ans Gitter kam und mir am Finger geknabbert  hat. Super, die Zutraulichkeit, das war es was ich wollte. Klar kann ich mich auch noch als Retter des armen zerrupften Vogel aufspielen, aber ich hätte sie auch als gesunden Vogel genommen.
Nun habe ich Mimi und Bonnie oder besser gesagt: Tag und Nacht!
Mimi die Wilde, ein wunderschöner Vogel, sein Gefieder liegt an und schimmert wie ein eingeölter Muskeln bei einem Bodybuilder. Ihr Blick ist unbezähmbar, natürlich, wachsam, ihre Bewegungen, präzise, gewollt, akrobatisch.
Mimi! Ich liebe dich, weil du ein eigenwilliger, wilder Vogel bist, unverfälscht und ich dich beobachten kann als Vogel, nicht als ein vom Mensch getrimmtes Kuscheltier, du bist wie der Mond und die Sterne unerreichbar, aber faszinierend anzusehen und ich werde nicht versuchen dich zu ändern.
Bonnie, die oder der Gezähmte hat es mich gelehrt, was tun wir Menschen den Tieren an?
Es ist toll Kontakt mit den Tieren zu haben, aber wir sollten es ihnen selbst überlassen den Kontakt zu uns zu knüpfen oder auch nicht, ihnen in Gefangenschaft genug Freiraum zu geben sich selbst zu entfalten.
Natürlich spiele ich weiterhin mit Bonnie und freue mich auch an ihrer Nähe zu mir, denn ich bin und bleibe ein Mensch.
Wie stand es da? Und macht euch die Erde untertan!
( Gab es dazu auch eine Gebrauchsanleitung? Und wenn wo ist sie ??!!! )
von Tanja
Taha der Volontär
Lobenswert Taha der Volontär
 
Es sprach mich eine Nachbarin an, der Bub von ihrer Chefin möchte bei uns mithelfen. Das fand ich eine super Idee , aber dachte mir wie so oft, na ja werden sehen, kommt ja doch nicht. Er soll mal kommen damit ich ihn kennenlerne.
 
Da staunte ich nicht schlecht, das der Bursche schon am anderen Tag  auf der Matte stand . Wann er den anfangen könne , denn er habe Schulferien und Zeit. Ich meinte er soll morgen um 8.30 Uhr kommen , und er kam.
 
Taha wohnt in Hurghada und geht hier auch in die Schule. Und ich finde es ausserordentlich lobenswert wenn ein junger Bursche mal was anderes als nur Internet und Fehrnseh im Kopf hat.
 
Er war eher der Katzenmensch, und hatte vor den Hunden ein wenig Respekt gehabt. Also setzten wir in zuerst zu den Katzen , mit dehnen er ausgezeichnet zurecht kam. Wir waren erstaunt und freuten uns.
 
Am Ende des Arbeitstages sagte ich zu ihm, wenn du wieder kommen willst rufst du mich an. Da kam wie aus der Pistole geschossen, Morgen und die Nächsten 14 Tage jeden Tag bis die Schule wieder anfängt, wenn ich darf.
Natürlich durfte er.
 
Und  er kam jeden Tag mal ein wenig zu spät, mal mit arg verschlafenen Augen aber er kam jeden Tag. Annemarie und ich freuten uns über seine witzige Art und sein Feingefühl mit den Tieren.
Er gewöhnte sich auch an die Hunde, und mache Hunde gingen Dann eher mit Taha als Taha mit den Hunden spatzieren. Aber er meisterte die Volontärarbeiten mit Bravur.
 
Als die Ferienzeit zu ende war musste er wieder zur Schule , er versprach das er wiederkommen will denn es habe ihm gut gefallen bei uns.  Und wir vermissen sein ähäm ich hab da eine Frage, kann ich fragen............ 
 
Und ab und zu kommt ein Anruf: ähäm ich hab da eine Frage, kann ich fragen..............
 
Danke Taha für deine Hilfe bei uns im Bluemoon Animal Center , wir wünschten uns mehr solche jungen Burschen die zu ihrem Wort stehen, und ein Herz für Tiere haben.
 
Moni und das Team  das heisst Annemarie

Die Geschichte von 2 Dromedaren, dem Bluemoon Animal Center, der IAK und Gut Aiderbichl
Samtnase Sarah und ihr Freund Casanova sind 2 Dromedare, die von uns in der Makadi-Bay (Ägypten) krank und elendiglich gequält freigekauft wurden. Damals war der Betrag für Casanova nicht völlig aufzubringen und Michael Aufhauser von Gut Aiderbichl sprang ohne zu zögern ein.
Nachdem wir keine Einreise nach Deutschland für die Tiere erhielten, fand ich eine schweizer Tierschützerin, die sich dem ganzen Tierelend dieses Landes entgegensetzt und in der Nähe von Hurghada ein Tierheim in der Wüste erbaut hat. Da stehen die beiden jetzt und dort wurde mir erst bewusst, wieviel Elend es dort gibt und wie beschränkt die Möglichkeiten sind.
Nicht genügend Medikamente um allen zu helfen, ungenügende medizinische Ausrüstung obwohl die deutsche Tierärztin vor Ort ist - traurige Hilflosigkeit an so vielen Tagen!
Wieder zurück in Deutschland schrieb ich ein E-Mail an meine Tierversicherung, die IAK, Herrn Belli, wegen einer Spende für das Bluemoon Animal Center. Ich war so erstaunt, als noch am gleichen Tag die Zusage dafür kam. Nicht nur, dass die IAK eine vorbildliche Arbeit leistet mit den Spenden für den Tierschutz (keine andere Versicherung kam bis jetzt auf diese nachahmendswerte Idee), nein, es wird auch rasch und sehr freundlich reagiert. Wir hatten viele Hürden zu überwinden - Herr Belli hat sie alle mitgemacht. Flexibel und immer bemüht, für die Vierbeiner das Beste zu tun.
Monique und ihr Ehemann Salah besuchen über Weihnachten Ihre Heimatland, die Schweiz. Eine prima Gelegenheit, ihr die Spende persönlich zu übergeben (nach einigen Anlaufschwierigkeiten, Monique musste wegen akuter Notfälle 2x den Flug verschieben).
Michael Aufhauser und sein Team erklärten sich sofort bereit, die Übergabe auf Gut Aiderbichl vorzunehmen und die Pflegemami unserer Dromedarkinder zu beschenken. Einen schöneren Hintergrund als den Weihnachtsmarkt von Gut Aiderbichl konnte man sich für diese besondere Aktion kaum vorstellen.
Am 17.12.2007 war es dann soweit, Michael Aufhauser übergibt auf Gut Aiderbichl die Materialspende der IAK,an Monique Carrera vom Blue Moon Animal Center.
Die Augen wurden feucht und glänzten zugleich vor Freude an den Gedanken, wieviel man mit all den tollen Sachen den Tieren vor Ort helfen kann. Wenn man wie in Hurghada so gerne allen helfen möchte und die einfachsten Mittel dazu nicht vorhanden sind, dann fehlen in solchen Momenten wie heute oftmals die Worte! Auch Michael Aufhauser hat sich sehr gefreut und schickt ein herzliches "Danke für die Hilfe" an die IAK. Die vielen Menschen, die im adventlichen und vorweihnachtlichen Flair von Gut Aiderbichl zu Besuch waren durften daran teilhaben und freuten sich mit uns.
Tierschutz verbindet und nur gemeinsam sind wir stark. Durch Ihre Spenden wurde und wird noch vielen Pfötleins und Hufen geholfen  - oftmals geht es ja sogar ums Überleben.
Wir danken der IAK und Herrn Belli für die überaus grosszügige Spende und die spontane Hilfe. Es wird uns allen ein unvergesslicher Tag bleiben!
 Ich wünsche mir von ganzem Herzen, dass wir bald viele Flugpaten finden werden um all die so notwendigen Dinge nach Hurghada zu den Hunden und Katzen zu bringen und vor allem, dass Sie noch viele Menschen und Tiere in deren Obhut genauso glücklich machen wie uns.
Wir bedanken uns von ganzem Herzen und schicken Ihnen allen unzählige Wuff-, Miau, sowie Esel-, Schaf- und Dromedargrüsse in der Hoffnung, dass Sie uns einmal besuchen kommen und mit eigenen Augen sehen, wieviel Ihre Hilfe bewirkt! Sie können alle sehr stolz darauf sein!
Ihre 
Birgitta Oberting mit Monique Carrera Gad el Karem und Salah Hassan M. Gad el Karem    

Hundetag im Juni in Düsseldorf  2006

   Die Ägypter treffen sich!!!     

Mein Frühlingsaufenthalt in der Schweiz verlangte einen obligatorischer Besuch bei meinen Ägyptern in Düsseldorf.  Da wir dorthin die meisten Tiere vermittelt haben, hat es sich eingebürgert, dass sich alle Tierbesitzer in Düsseldorf einmal im Jahr treffen. Somit hatte die gute Seele aus Düsseldorf, Nicole, einen Hundetag organisiert. Innerhalb  kürzerster Zeit und bei denkbar schlechtesten Wetter, wollten wir uns auf einer Pferdekoppel treffen, die wir großzügiger Weise und spontan von der Besatzerin gratis zur Verfügung gestellt bekommen haben. Nicole informierte alle Hundebesitzer. Vor 2 Jahren war bereits so ein lustiger Haufen zusammengekommen und dies wollten wir wiederholen. Einen Tag vor meinem eintreffen in Düsseldorf regnete es in strömen. Die Hundebesitzer wussten nicht, ob es trotzdem stattfinden konnte, doch wir waren guter Dinge und hatten den Herrgott auf unserer Seite – wie immer.

Die Mutter von Nicole backte Kuchen am laufenden Band. Wir hatten Tee und Kaffee so wie einen Marktstand auf dem wir alles aufbauen konnten.
Wir bekamen Spenden von der Susi Utzinger Stiftung in Winterthur: Leinen und Halsbänder, welche wir feil boten. Mit riesigen Sonnenschirmen überdachten wir unsere Bänke und Tische, so dass auch der Herrgott seine Tore offen lassen konnte, wenn er wollte. Es war wieder eine von  Nicole last Minute Aktion, wo man nie genau weiß, was man hat – oder auch nicht, jedoch immer am Ende alles super funktioniert. Und wir waren sehr gespannt wie viel Leute trotz trüben Wetter kommen würden. ABER: Hundebesitzer kennen kein Wetter – sie müssen immer raus.
Und siehe da sie kamen: unsere Picassos und Aikoks, Khalos ... da alle unsere Tiere immer Künstlernamen bekommen, hatten wir eine bunte Palette von Malern und Bildhauer. Und wie ich so darüber nachdachte, was mit diesen Kreaturen passiert wäre, wenn sie nicht gerettet und adoptiert worden wären, kamen mir die Tränen.

Es war eine Wonne zu sehen, wie dieser lustige Haufen spielte, rannte und balgte ohne sich über die  Regentropfen zu beschweren.

  

In diesem Sinn ein DANKESCHÖN an alle Adoptiveltern!

 
Es  fand ein reger Austausch zwischen den teilweise sich nicht kennenden Hundebesitzern statt. Dabei stellte man fest, dass die Hunde tagsüber am liebsten schlafen und eher der Gelassenheit frönen,

 jedoch des Nächtens sehr aktive sind. (Man bedenke: Es sind halt eben Ägypter!) Sogar Katzenbesitzer sind erschienen, jedoch ohne ihre Vierbeiner. Dafür hatten sie ausreichend Bildmaterial mitgebracht.

Es war im Ganzen ein erfolgreicher und informativer Nachmittag, den, so glaube ich, alle genossen haben. Es erwärmt mein Herz zu sehen, wie gut meine Tiere vermittelt wurden und somit vor dem sicheren Tod gerettet worden sind.

Auf ein weiteres Zusammentreffen im nächsten Jahr und tausend DANK an alle Gönner und Freiwillige, ohne die unser Tierschutz in Ägypten nicht funktionieren würde.

Moni  und  Team

Hier noch ein paar Bilder von unserem Treffen:

Die Geschichte einer starken Frau...

Ich weiß nicht so genau wann ich Monika kennen gelernt habe. Nur das es schon eine Weile her ist. Ich kam damals mit meinem Kater zu ihr, weil gerade Ärzte aus der Schweiz da waren um kostenlos  Straßenhunde und Katzen zu kastrieren oder  sterilisieren. Gleichzeitig bildeten sie hier auch hiesige Tierärzte weiter.  Man wurde gleich von mehreren rumtollenden Katzen begrüßt die Monika zuhause aufpeppelte. In einer anderen Ecke zwitscherten Vögel in ihrem großen kunstvoll gestalteten Käfig die hier ein neues zuhause gefunden haben. Und draußen vor dem Haus spielten Hundewelpen die ohne Mutter groß werden mussten, da die erschossen oder vergiftet wurden.

Ihre Arbeit war mir schon länger bekannt. Von  manchen belächelt, oder für verrückt gehalten, nach dem Motto: “Warum man denn nur Tieren helfen könnte?“ Oder Andere der falschen Meinung waren, der Grund warum sie das machen würde, wäre um damit Geld zu verdienen.

Deswegen denke ich es ist mal an der Zeit, die Geschichte dieser bemerkenswerten  Frau und ihren Arbeit  zu erzählen, die sich täglich gegen diese raue Welt durchsetzt und gegen Windmühlen kämpft. Ihre ganze Zeit, Kraft, Nerven und ihr Geld einsetzt um diesen kranken, einsamen und geschundenen Seelen zu helfen .

Die Welt wäre um ein vielfaches besser wenn es mehr Menschen wie Monika Carrera gäben würde. 

Monika kam 1996 aus der Schweiz nach Ägypten. Voller Abenteuerlust die sie als Ballonfahrerin auch haben sollte, kam sie hierher. Sie reiste 3 Monate mit ihrer Freundin durch Ägypten und hob da in die Lüfte ab wo es ihr möglich war. Später fuhr sie mit Gästen und ging ihrer Kunst nach. Da sie auch noch Malerin von Beruf ist. Später nahm sie die Gäste auch in die Wüste mit, um ihnen das Land und die Menschen näher zu bringen. Sie lernte viel von den Beduinen, über die Wüste, die Sprache und ihre Geschichten, die sie Abends den Gästen unter dem klaren  Sternenhimmel in der Wüste erzählte.

Auch privat fand sie ihr Glück. 2001 heiratete sie ihren heutigen Ehemann Salah, der Bildhauer ist.

Der Anfang.....

Mit den Tieren fing es ganz klein an. Die ersten liefen Monika zu.

Das erste Tier war eine kleine Muschikatze die unter dem Fenstersims lag und weinte. Dann kam ein Vogel dazu der ihr zuflog. Ein Hund ....

Anscheinend wussten die Tiere schon damals das da eine gute Seele wohnt.

Dann nahm Monika ein anderen Hund an, den seine Besitzer nicht mehr haben wollte und einfach auf die Strasse setzten .

So kam das ein oder andere Tier dazu!

Das nächste Problem war, das es hier keine vernünftigen Tierärzte gab. Monika verlor viele Tiere, weil sie nach dem kastrieren oder sterilisieren starben durch den Pfusch der Ärzte.

So entschied sie: „ Es muss etwas getan werden “! Sie flog in die Schweiz. Lernte Susy Utzinger kennen, die weltweit hilft, Tierheime zu bauen.

Monika baute ein kleines Gehege vor das Haus weil es in der Wohnung nun langsam zu eng wurde, was ihr leider bald verboten und abgerissen wurde. So zogen die Tiere auf ein gemietetes Gelände.

 

Spatenstich 1. märz
Als erstes ein Pool fürs Wasser zum Bauen
Nach langem hin und her endlich ihr Land bekam wo sie jetzt seit 01 März 2007 mit viel Schweiß und Arbeit ihr geliebtes Tierheim mit angeschlossenem botanischen Garten und Kunstatelier baut . Wenn es mal fertig ist, wird es sicher sehr schön. Bis dahin wird aber noch viel Wasser den Nil hinunterfließen. Es stehen schon ein paar einheimische Bäume, Brombeersträucher, kleine Hütten und man kann erahnen wie es später mal werden soll. Monika hat noch viele Pläne mit dem Land.
Die ersten mauern stehen.
Es wird gebaut
Hilfe von der Verwantschaft kommt aus dem Norden.
Die Helfer schlafen noch im freien
Die ersten Unterkünfte aus Schilf und Gips
Nun können auch die ersten pflanzen gesetzt werden. 
Die Feldküche ist auch fertig.
Wenigstens haben die Hunde sei Ostern schon ein schönes zuhause bekommen. Große Gehege mit viel Platz zum spielen. Einen Sandkasten und kleinen Wasserpool zum abkühlen. Die Katzen können auch bald umziehen. Sie bekommen auch ein artgerechtes Zuhause mit Schatten- uns Sonnenplätzen wo sie sich zurück ziehen können. Monika richtet es gerade mit viel Liebe und Ideenreichtum ein, damit jeder auch einen schönen Platz bekommt.
Bis in die Nacht wird gearbeitet
Endlich eine gemütliche Ecke.
Und Moni ist überglücklich.
Wenn man sie besuchen kommt wird man von den blökenden Schafen und neugierigen Ziegen beäugt. Ein geschundener Esel und zwei Kamele die in Makadi Bay den ganzen Tag die Touristen am Strand lang reiten mussten, egal ob sie offene Stellen auf dem Rücken hatten, haben hier auch ein gutes neues Heim gefunden. Sogar eine kranke Eule hat hier einen Platz gefunden bis Ihr Flügel verheilt ist.
Als ich das erste mal hier her kam, hatte ich wirklich Tränen in den Augen. Speziell wenn Monika die Geschichten dieser Tiere erzählt. Die halb Tod zu ihr kamen so wie Roy, den ich gleich vom ersten Augenblick in mein Herz geschlossen habe. Er wurde von seiner Besitzerin die ihn nicht mehr haben wollte ausgesetzt. Auf der Strasse wurde er von streunenden Hunden angegriffen und fast todgebissen. So kam er zu Monika. Hier wurde er zusammengeflickt und hat sich zu einem super Hund entwickelt.

 

Man muss verstehen.

Es geht Monika „nicht“ darum, alle Straßenhunde und Katzen aufzunehmen, die können gut alleine in ihren Rudeln auf der Strasse überleben.

Es geht ihr darum „den Tieren“ zu helfen, die von Ihren Besitzern wie Müll auf die Strasse geworfen werden, weil sie zu groß geworden sind, oder weil die Besitzer wieder zurück nachhause fliegen. Oder weil die OP zu teuer ist und sie der Meinung sind. das sich das nicht lohnen würde.

Um „DIESE“ Tiere geht es!

Es ist klar, man kann nicht allen helfen.

Aber Monika versucht so vielen wie der Platz es zulässt, zu helfen.

Gott sei Dank hat sie Hilfe, denn ganz alleine wie sie es lange gemacht hat, hält es die stärkste Frau auf Dauer nicht durch.

Tiere versorgen, Futter besorgen, sich darum kümmern das auf dem Land es weiter geht, E Mails beantworten und vieles, vieles mehr.

 

Eine der guten Seelen ist Annamarie, sie kommt seit Februar jeden Tag kostenlos und hilft als erstes morgens mit, Katzen zu versorgen, mit den Hunden Gassi zu gehen oder mal bei OPs zu assistieren.
Eine gute deutsche Tierärztin hat Monika seit gut 2 Jahren in Dr. Beke Hoppe gefunden. Sie versorgt die Tiere und macht sie Reisefertig. So können die Menschen sicher sein, das wenn sie sich für ein Tier von Monika interessieren oder entschieden haben, es gesund und top fit ist, wenn es nach Europa fliegt.

Oder ein englisches Ehepaar kommt 2 mal die Woche um mit den Hunden Gassi zu gehen.

Es wäre schön noch mehr freiwillige Helfer zu finden.

 

Deswegen dachte ich mir alle reden davon „ Da muss man doch helfen“ , aber kaum einer tut es. Ich helfe jetzt auch mit.

Ich stehe an meinem freien Tag morgens auf um mit den Hunden Gassi zu gehen. Diese Tiere haben alle ein so gutes Wesen und sind so dankbar für die Liebe die sie hier im Blue Moon Center bekommen. Wenn man in die Augen und Seelen dieser Tiere blickt und sie ihren Kopf an einen schmiegen. bekommt man das 1000fache von dem zurück, als das was man leistet. Und dafür lohnt sich, das frühe aufstehen.

 

 

Nach dem Motto:

„Rette ein Leben und Du rettest die ganze Welt“!

Und wenn man nicht unbedingt so früh aufstehen will, kann man auch anders helfen, z.b in dem man Sachen sammelt.

Dinge wie altes Brot, Handtücher, Kissen, Decken. Plüschtiere, Zeitungen oder Geld für Futter. Das hilft auch schon. 

So kann jeder seinen Teil für die Gute Sache bei tragen und Monika bei ihrer Arbeit unterstützen.

Vielleicht kommt der ein oder andere einfach mal vorbei und schaut sich die Arbeit von dieser tollen Frau an. Dann wird jeder sehen was das für ein Gute Sache ist.

Written by K.Lach

 

Eine unserer Aktionen, die verwilderten Katzen und Hunde zu kastrieren. 

Im Frühling spritzen wir die Kamele der Beduinen gegen Parasiten und Würmer.


Für die Esel sammeln wir alte Satteldecken für die Geschundenen Rücken, und alte Kleider ,Schlafsäcke und Decken für die Leute
Vorweihnachtszeit in Hurghada
Bereits zum 3. Mal in Folge besuchte ich Moni und das Bluemoon Animalcenter in Hurghada und ich erlebte den alles andere als einfachen Alltag von dieser bewundernswerten Frau. Kein Tag ist wie der andere und ich habe mich oft während meines Aufenthaltes gefragt, wie Moni das ganze bloss schafft!
Nach meiner Ankunft konnten wir sogleich eine Strassenhündin einfangen und sterilisieren. Diese Kastrationen und Sterilisationen sind das A + O, damit die Population der streunenden Hunde und Katzen langfristig stagniert. Die operierte Hündin wurde über Nacht noch zur Kontrolle bei uns behalten, am nächsten Tag dann wieder in ihre gewohnte Umgebung freigelasssen.
Auch in dem Wüstentierheim wartete viel Arbeit auf uns und wir haben fast einen ganzen Tag alle Esel „versorgt“. Die Ohren wurden rausgeputzt, alle Esel wurden geimpft, auf Parasiten untersucht und von jedem wurde ein neues „Portrait“ für die Homepage geknipst. Bei einigen Eseln ging die Prozedur etwas effizienter als bei den anderen, doch den feinen Leckerlis konnte schlussendlich keiner der Langohren widerstehen
An einem weiteren Nachmittag ging es darum, einen neuen Hund in ein bestehendes 3-er Hunderudel resp. dessen Gehege zu integrieren. Damit das ganze Zusammentreffen auf neutralem „Terrain“ von statten gehen konnte, wurde die „neue“ Hundedame in den grossangelegten Hunde-Agilityplatz gelassen. Kurz darauf führte ein sanftmütiger Mitarbeiter von Moni den ersten Hund, eine weitere Freiwillige den zweiten und ich nach geraumer Zeit dann den 3. Hund auf den Platz, um so Schritt für Schritt das Zusammentreffen und das Verhalten der Hunde untereinander zu beobachten. Die 4 schienen sich schon nach kurzer Zeit bestens zu verstehen und machten die Rangordnung untereinander friedlich selber aus. Nach über einer Stunde waren wir uns sicher, dass dieses „neue“ 4er Rudel sich problemlos miteinander verträgt und führten sie – wie beim Zusammentreffen – wieder einzeln in das Gehege zurück, wo nach den ganzen Spielereien ein grosser Futternapf auf die hungrigen Mäuler wartete!
Am 5. Tag hiess es nach vielen Eindrücken wieder auf Wiedersehen sagen – dieses Mal durfte mein zukünftiger treuer Begleiter, ein 2jähriger Hunderüde mit mir in die Schweiz fliegen. Ich hatte mich damals im Juni unsterblich in den unwiderstehlichen Hundeblick verliebt – musste aber zuerst noch meine schulische Weiterbildung in der Schweiz abschliessen. Top professionell wurden von Moni vorgängig alle nötigen Papiere für die Einreise vorbereitet und mit vertrauens- und liebevoller Stimme wurde er von ihr auf die Reise vorbereitet.
 

Alles hat wunderbar geklappt und ich erfreue mich tagtäglich ab unserem neuen Familienmitglied! Ich möchte mich bei Moni von ganzem Herzen für Ihre Gastfreundlichkeit und ihren unermüdlichen Einsatz bedanken – ich habe selber miterlebt, wie viel Arbeit, Herzblut und Verzicht auf anderes hinter dem ganzen Projekt stecken und ziehe meinen Hut vor ihr! Weiter so, es gibt nicht viele Menschen, die tagtäglich, Jahr für Jahr ein solches Leben – den Tieren wegen – führen! Chapeau und auf meine Hilfe und Unterstützung kannst du weiterhin zählen!

 

Good luck und wie es bei uns in der Schweiz heisst „vöööu Glöck“!

 

Herzlichst, deine Andrea

 

 

Besuch von Lisa und Michaela im November 2010
Nach unserem letzten Besuch, Juni/Juli 2010, waren wir auch jetzt wieder (November 2010) von dem Zuwachs im Bluemoon angetan. Alle Tiere (Hunde, Katzen, Esel, Ziegen, Meerschweinchen, Kamele, Schildkröte, Hasen) fühlen sich sichtlich wohl und haben ein schönes Leben, obwohl es noch schöner wäre, sie in feste Familien (Europa) vermitteln zu können, wo auch die Tierärztliche Versorgung gesichert wäre.

Bei unseren täglichen Einsätzen kamen zwei Esel und drei Welpen als Neuzugänge. Bei den Spaziergängen mit den Hunden (Samstags) können sie sich immer richtig austoben

Auch die Katzen führen ein entspanntes Leben bei vollen Näpfen und Nichtstun. Immer wieder finden wir es bewundernswert, wie Monique, Salah und die Tierpfleger sich um das Wohl der gesamten Tiere kümmern und einsetzen.
Ein besonderes Highlight war dieses Mal für uns, Cara, die wir seit 2009, als wir Barry mitnahmen, kennen, auch mit nach Hause nehmen können. Da wir öfter nach Ägypten reisen, freuen wir uns auch auf die nächste Zeit im Bluemoon, wenn es wieder heißt: Patentiere besuchen u. a.

Bis dahin wünschen wir Monique, Salah und den Pflegern, sowie den Tieren:

Alles Gute und macht weiter so!

Michaela und Lisa

Ein Besuch im Bluemoon Animalcenter
Mitte November 2010 besuchte ich das Bluemoon Animalcenter in Hurghada. Ich verbrachte mit meinem Mann eine Woche Urlaub in Ägypten, und für den  Hinflug hatte ich unsere beiden Handgepäckstücke mit Spenden für das Tierheim gefüllt. Die Abholung dieser Spenden am Flughafen in Hurghada klappte völlig problemlos. Ein nettes englisches Ehepaar, Helfer von
Bluemoon, begrüßte uns herzlich und nahm die Sachen in Empfang. Während unseres Aufenthaltes im Hotel hatten wir auch zwei Ausflüge gebucht und auf einem dieser beiden kamen wir in ein Beduinendorf. Dort fanden wir leider ein ziemlich krankes und abgemagertes Pferd sowi e eine Riesenschildkröte vor, die einigen hirnlosen Touristen als „Sitzmöbel“ für ein Foto zur Verfügung stehen musste. Nachdem ich selbst als Vorstand in einem Tierschutzverein in Deutschland engagiert bin, habe ich gleich nach diesem Ausflug versucht, diesen beiden Tieren zu helfen und rief Monika im Bluemoon Center an. Sie erklärte mir dann, dass man leider den beiden Tieren nicht direkt helfen könne, man sich aber unbedingt darüber bei der Reiseleitung und beim Fremdenverkehrsamt bzw. der Botschaft in Ägypten beschweren sollte, damit diese solche Zustände nicht länger dulden würden. Und so wird an diese Anlaufstellen natürlich ein entsprechendes Schreiben meinerseits gehen. Ich hoffe, dass sich mehr Touristen dieses einfachen Hilfsmittels bedienen, um solche Tierschicksale in naher Zukunft verhindern zu können, und nicht nur einfach betreten wegsehen. Denn steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und je mehr Menschen so etwas nicht dulden wollen, desto besser stehen die Chancen, dass keine Tiere mehr für dieTouristen gequält werden!
Monika ermöglichte mir zu meiner großen Freude ganz kurzfristig und neben den normalen Öffnungszeiten das Tierheim zu besuchen. Und ich war ehrlich erstaunt darüber, in welch gutem Zustand sich sowohl die Tiere als auch das Tierheim befinden. Nachdem ich viel im Auslandstierschutz unterwegs bin, hatte ich mir hier die Dinge viel schlimmer ausgemalt. Aber Monika
versteht es trotz der beschränkten Möglichkeiten für die Tiere das Beste rauszuholen. Einige freilaufende Hunde und ein paar Katzen begrüßten mich gleich am Eingang und blieben fast den ganzen Vormittag über in unserer
Nähe. Monika opferte mir einiges ihrer wertvollen Zeit und erklärte mir Hintergründe und Funktionsweise des Bluemoon-Tierheimes.
Ich durfte viele der Sheduan-Katzengehege besuchen und konnte mich davon überzeugen, dass diese Tiere in sehr gutem Zustand waren. Wunderschöne Katzen die hier in Deutschland sicher schnell ein neues Zuhause finden könnten. Unheimlich viele rote und rot-weisse Katzen, teilweise langhaarige oder halblanghaarige Miezen strichen uns um die Beine und sahen gesund und munter aus, wollten gestreichelt werden und beschmusten uns ausgiebig. Diese typischen Orientalenkatzen, schlank, grazil und wunderschön, die gibt es dort im Moment leider zu Hauf‘, denn die Sheduan-Katzen werden wohl doch länger bleiben als ursprünglich geplant.
Überall standen große Futterschüsseln mit Trockenfutter und ebenso große Wasserbehälter mit frischem, klarem Wasser aus denen sich die Tiere jederzeit ausgiebig bedienen können. Viele Körbchen mit Decken darin waren aufgehängt, einige schattige Nischen und Säulen mit mehreren Ebenen für verschiedene Katzen zeigen Monikas Einfallsreichtum wenn es darum geht, aus wenig viel rauszuholen.
Die Ziegen und Esel liefen in relativ großen Gehegen frei herum und hatten immer auch einen schattigen Unterstand zur Verfügung.
Zwei Meerschweinchen bewohnten ein Gehege über das sich bestimmt manches Schweinchen in Deutschland freuen würde, das hier in einem 60 cm großen Käfig alleine in einem Kinderzimmer hausen muss...
       
Und auch einige Kaninchen werden dort beherbergt. Monika zeigte mir viele Gehege mit insgesamt unglaublich vielen Tieren, besonders eben Katzen. Ich kann kaum fassen, dass man diese Menge an> Tieren täglich mit nur wenig Hilfestellung versorgen kann.
Setzt man „deutsche“ Masstäbe an, dann gäbe es sicherlich noch Verbesserungsmöglichkeiten. Aber ich denke dafür, dass Ägypten im Tierschutz sicher an die 40 Jahre zurückliegt, und man dort nicht einfach mal irgendwelche benötigten Dinge kaufen kann wie hier in Deutschland, dafür ist im Bluemoon Animalcenter großartige Arbeit geleistet worden. Und wer hat schon die Berechtigung von außen zu sagen, was man vor Ort nicht alles besser machen könnte… Die Menschen dort geben ihr Bestes zu Gunsten der Tiere und diese Tiere sind gut gepflegt und genährt. Davor habe ich großen Respekt!
Man kann einfach in ein Gehege, das in den Sandboden gebaut ist keinen Plüschkratzbaum hineinstellen. Man kann dort auch kein Nassfutter füttern, ich denke da würde der Wüstenstaub die Schüsseln schneller zuwehen als ein Tier die Nase reinstecken könnte. Und man muss auch akzeptieren, dass die Tierärzte vor Ort nur die einfachsten Dinge wie Kastration und Blut abnehmen ausführen können. Schwierige Diagnosen und Untersuchungen sind da einfach nicht möglich.
Und bei der Menge an Tieren (insgesamt an die 270!) kann auch schon mal etwas übersehen werden, das finde ich wirklich absolut nachvollziehbar, zumal grade viele der Katzen auch sehr scheu sind. Manche Menschen schaffen es ja nicht mal bei ihren Haustieren - mit denen sie schon viele Jahre zusammenleben - eine Krankheit die sich abzeichnet zu erkennen. ..
Während meines Besuches wurde auch gerade wieder ein neuer künftiger Bewohner des Tierheims abgegeben: eine winzig kleine Schildkröte, grade so handtellergroß. Ameisen hatten sich auf dem Balkon auf dem sie gehalten wurde breitgemacht und auch die kleine Schildkröte befallen. Die Besitzer wollten die Schildkröte dann doch lieber abgeben und vertrauten sie Monika
an.
Sofort wurde ein schöner Platz gesucht auf dem gleich eine Behausung für den Neuankömmling gebastelt wurde. Ein riesiger Drahtkäfig ohne Deckel wurde umgestülpt und ein paar Zentimeter in den Boden eingegraben, die Ränder mit Steinen vor Rein- und Rausgraben geschützt, Verstecke, Kraxel-, Bade-/Trinkmöglichkeiten geschaffen, ein Sandplätzchen und mehrere schattige Plätzchen wurden liebevoll eingerichtet und sofort wurde auch Futter bereitgelegt. Ich sagte zu Monika, dass die kleine Schildkröte ja nun wirklich ein recht großes Gehege bekommen hätte, aber sie meinte darauf hin nur, dass sie es ja schließlich gut hier haben sollte, solange sie hier wohnen müsste.

Das ganze wurde mit insgesamt drei Arbeitern umgesetzt. Monika dirigierte die drei Helfer und diese bemühten sich redlich, Monikas Ansprüchen an das Schildkrötenheim gerecht zu werden. Ich wollte auch gerne mit anpacken, aber Monika hielt mich davon ab, denn schlussendlich würde ich sonst alleine das Gehege basteln und die drei ägyptischen Arbeiter würden mir dabei zusehen. Die Arbeitsmentalität ist dort eben einfach anders als wir das so gewohnt sind. Ich hatte den Eindruck, die Arbeiten müssen ständig überwacht werden, sonst kommt am Ende etwas völlig anderes heraus als geplant war. Wenn überhaupt… Sowas frisst natürlich unendlich viel Zeit und erscheint von außen gesehen sicher als „unwirtschaftlich“. Aber das sind eben die Gegebenheiten vor Ort die man nicht ändern kann, schon gar nicht als Europäer der ein Tierheim betreibt. Monika schilderte auch kurz die Schwierigkeit, überhaupt Arbeiter zu bekommen, denn ein Problem ist zum Beispiel, dass Hunde im Islam als unrein gelten, vor allem deren Speichel. Umso schwerer ist es da natürlich, Helfer zu finden, die die Hundegehege betreuen, säubern und die Tiere füttern. Auch angesichts vieler armer und hilfsbedürftiger Menschen dort scheint es immens schwer, Leute zu finden, die Tieren helfen.
Umso mehr Respekt verdienen die Menschen, die dieses Tierheim dort aufgebaut haben und betreiben. Denn die schwierigen Umstände, die Verständnislosigkeit der ansässigen Leute gegenüber dem Tierschutz, die ständige Hitze, Geldknappheit und sicher nicht zuletzt auch oft Hilflosigkeit gegenüber Tierschicksalen die man nicht ändern kann, dies alles braucht viel Durchhaltevermögen, Nerven, Durchsetzungsfähigkeit und nicht zuletzt unglaublich viel Einfallsreichtum um den Tieren hier helfen zu können.
Liebe Monika, ich hoffe, dies alles bleibt Dir immer erhalten und die Tiere vor Ort können noch lange auf Deine unermüdliche Hilfe zählen. Bei meinem nächsten Besuch in Hurghada werde ich sicher wieder als Flugpate zur Verfügung stehen und sowohl Hilfsgüter mit hinüberbringen, als auch gerne ein vermitteltes Tier mit hierher fliegen!
Herzliche Grüße aus München
Sylvia Enders

Praktikum im Bluemoon
Meine Freundin und ich haben in diesem Jahr ein Praktikum im Bluemoon Animal Center absolviert und es war die schönste Zeit in den 2 Monaten Ägypten überhaupt... Moni kümmert sich mit viel Hingabe um die Tiere so dass wir einfach nur beeindruckt waren. Alles vor Ort ist aus eigenem Fleiß enstanden, Moni hat es geschafft in der Wüste ein kleines Paradies für Tiere zu errichten. Als wir mit unserem Praktikum angefangen haben sind viele Katzen durch einen Virus erkrankt, Moni hat tagtäglich für diese Katzen gekämpft und so wurden auch fast alle wieder kerngesund... Egal ob sie die Arbeit auf der Farm verrichtet oder zum Flughafen fährt - sie ist immer mit vollem Herzen dabei... Wir sind überzeugt von ihrem Projekt und bedanken uns ganz herzlichst für diese unvergessliche Zeit... Moni bleib so wie du bist: Herzlich, kraftvoll und immer voller Tatendrang Description: http://1.1.1.3/bmi/www.onlinewebservice4.de/forumowspix/icon_1b.gif 

DANKE FÜR ALLES
NANCY & VERENA

Ein paar Impressionen zum Aufenthalt von Nancy und Verena

Es wurde hart gearbeitet und viel geleistet
Viel Arbeit gaben auch die 10 gelähmten Katzen, die nach zwei Monaten intensiver Pflege wieder gehen konnten
Hart war auch den kleinen verletzten Welpen ankommen zu sehen;  doch auch er springt wieder auf all seinen 4 Beinen herum!
Auch der Tod der alten Kameldame Sahra hat uns alle sehr mitgenommen.
Doch es gab auch viele Momente mit herzhaftem Lachen, Schmunzeln und Staunen.
Die Zeit zum Schmusen durfte auch nicht fehlen
Tschüss und hoffentlich auf bald!
Besuch im Oktober 2010

Anfang Oktober waren wir mal wieder in Hurghada und selbstverstنndlich haben wir auch wieder Monica und ihr Bluemoon besucht. Für uns ist Monica eine der beeindruckendsten Frauen, die wir je kennengelernt haben. Und als hنtte sie nicht schon genug zu tun, hatte ihr tags zuvor jemand 3 5-Tage-alte Hundebabys vorbeigebracht, die er ohne Mutter am Strand gefunden hatte. Wenn diese Würmchen eine überlebenschance haben, dann nur mit Monicas Hilfe.

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Auch die Gehege werden immer wieder für die Tiere schöner und interessanter gestaltet. Z.B. haben die Katzengehege jetzt Säulen bekommen, in denen sich die Samtpfoten sichtbar wohl fühlen. Für Monica steht erkennbar immer das Tier im Vordergrund. Sie tut alles, um ihnen den Aufenthalt bei ihr so angenehm wie mِglich zu machen. Aber die Tiere werden nicht nur "aufbewahrt". Hier werden auch Hunde in den verschiedenen Rudeln erzogen. Das Bluemoon ist kein Zoo, Tiere sollen vermittelt werden, damit anderen bedürftigen Tieren eine Chance gegeben werden kann. Aber auch das ist noch nicht alles. Inzwischen versucht sie aktiven Tierschutz in Ägypten zu betreiben. So ist nun ein Projekt mit einer Schule gestartet. Schülerinnen und Schüler kommen im Rahmen ihres Unterrichtes zu ihr und Monica versucht, sie sensibel an das Thema Tierschutz heran zu führen, in Ägypten keine leichte Aufgabe. Description: http://1.1.1.1/bmi/sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc4/hs923.snc4/73677_171079616251743_100000491187757_518404_7958296_n.jpg
 

Wir könnten diesen Bericht unendlich fortsetzen. Da sind noch die Esel, die vielen (nicht vermittelbaren) Sheduan-Katzen, ein Virus, der sich eingeschlichen hat und die tagtنglichen Routinearbeiten, die Tiere mit sich bringen. Monica, wir ziehen unseren Hut vor Dir und werden Dich weiterhin mit unseren bescheidenen Mِglichkeiten sehr gern unterstützen.

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Herzlichste Grüsse
Christine und Evelyn