Tiergeschichten Hunde

Hayat  mit den vielen Löchern Max der Vertriebene Ausgesezt und angekettet
Der Gehängte! Mico Freitag der 13. Mina
Hotdog Lisa Roy
Unsere Freigängerhunde Januar 2011 Botera das Treppenkind Eine lange Geschichte

Vom Strassenhund  zum Sozialarbeiter!

Hayat  mit den vielen Löchern

Neben dem Grand Resort hinter den Geschäften, ist ein freies leeres Grundstück. Da haben wir vor etwa 5 Jahren auf drängeln der Touristen , mal nachgeschaut und haarsträubende Verhältnisse angetroffen. Viele Hunde, junge und alte, krank, mit Verletzungen , Staupe oder Parvo, und tote.
Wir haben dann geimpft, kastriert und alle auf einen guten Stand gebracht.
Da witterte einer das grosse Geschäft und holte neue Hunde bis er etwa 30 Welpen hatte, verhökerte sie an die Touristen , die so blöd waren die 4 - 6 Wochen alten Welpen für 20 Euro zu kaufen. Er erzählte denen auch, dass es kein Problem sei, diese nach Europa mitzunehmen, was ja nicht stimmt.
Das ging so weit, dass die Gäste, die da Tiere kauften, mich anriefen , allerdings dem Kerl mehr über die Einfuhrbestimmungen glaubten als mir. Das Erwachen kam dann am Zoll oder bei Condor am Flughafen, und bei der Einfuhr nach Europa.


Ich wurde immer wieder gebeten da hin zu gehen, aber Fathi der Kerl, der Aufpasser über das Gelände ist, auf dem sich die Hunde befinden, hat mich natürlich nicht mehr rauf gelassen, schon gar nicht zum kastrieren der Tiere.
Die, die nicht an Staube , Gift gestorben sind oder von einem Auto überfahren worden sind, verhöckerte er weiter, und die dummen Leute kauften weiterhin, somit florierte sein Geschäft wunderbar. Speziell mit denen, ach so kleinen oder verletzten, halbtoten Babys, dank den Touristen aus der ganzen Welt.
Nun wurde ich wieder gerufen , und ging entgegen meiner Richtlinie hin. Er drohte mit der Polizei, wenn wir das Gelände betreten usw… also bin ich abgezogen.
Er offerierte dann den Leuten die mich gerufen haben, den Hund für 20 Euro abzugeben, die Gäste telefonierten mir sofort, ich solle wieder kommen und den Hund holen, er würde ihn verkaufen.
Ich habe den Leuten erklärt, dass ich nie und nimmer den Hund nehmen wurde. Wenn sie dafür dem Fathi Geld geben würden.  Und wenn ich erfahren sollte, dass sie Geld bezahlt haben , würde ich den Hund da wieder hinbringen.
Man muss aufhören solche Tierhändler zu unterstützen.
Darauf hin bekam die Dame einen Nervenzusammenbruch, weil sie den Hund nicht direkt mitnehmen konnte, und setzten mich sehr unter Druck den Hund doch aufzunehmen, denn sie wollten den ja unbedingt retten.
Und so hat Diana Stremmel den Hund dann am Morgen sehr früh, als alles noch schlief , und er auf dem Nachbars Grundstück war, geholt. Den wohlverstanden, die Hunde gehören nicht dem Kerl ,aber sie sind meistens auf den Grundstück wo er die Aufsicht hat, denn da hat es Wasser und Schatten. Und die Tiere bekommen auch genug zu futtern.

Am letzten Urlaubstag ein Tier einzusammeln, es abgeben und die Verantwortung anderen in die Schuhe schieben , heisst nicht - ich habe ein Tier gerettet !
Den  wohlverstanden - ein Tier, dass man von der Strasse nimmt, ist erst gerettet, wenn man für ihn ein auf Lebzeit gutes Zuhause gefunden 
Nun kam Hayat voller Löcher von Bisswunden und anderen Verletzungen, abgemagert und voller Würmer zu uns.Er wird nun verarztet und für die Ausfuhr vorbereitet, dann kann er nach Hause zu dem Ehepaar, dass ihn rausgeholt hat. Wo er glücklich über die grünen Wiesen rennen kann , wohlbehütet und geliebt von seinen Rettern.

Anhang:

Es kam wie es kommen musste. Wie so oft sind diese `ach so tollen Tierschützer´ ,die den Hund unbedingt retten wollten , nun nicht mehr an ihm interessiert. Diana Stremmel aus Hatzfeld, meinte, dass ihr alter Hund sich sicher nicht mehr an einen jungen Hund gewöhnen würde. Ich weiss nicht wie das gehen soll, dass ein Hund in Deutschland innerhalb von 4 Monaten um Jahre altern kann , denn den hatten sie ja auch schon als sie mir die Hayat gebracht haben. Und wenn der Hund kastriert sei wollen sie ihn nicht, denn sie möchten gerne nochmals Babys haben. Als ob wir nicht schon genug Tiere hätten, die ein Zuhause suchen. Da fragt man sich dann warum ich mich auf solche Versprechen nicht mehr einlasse !

Frühling 2009 sind mir 5 Tiere auf diese Weise abgegeben worden, und bei mir hängengeblieben. Es ist dann schade für die Leute die es ehrlich meinen, und ich ihnen nicht mehr glaube.  

 

Max der Vertriebene
Max wohnte in  Sahl Hashish mit Strand und hat sich mit allen gut verstanden, auch mit den Kindern ist er ein geduldiger Spielgefährte.Bis dann einer der Besitzer der Anlage meinte, alle Hunde die nicht geimpft sind müssen verschwinden, sonst werden sie erschossen. Die Leute meinten dann, das sei kein Problem bei Bluemoon Animal Center impfen und entwurmen wir Max und seinen Freund Weithy, dann können sie bleiben.
Doch es ging wieder mal nicht schnell genug , und am anderen Tag zerrten die Angestellten die Hunde an einer Schnur um den Hals auf den Pic-Up. Hund Weithy fand das Weite, jemand befreite in dann von der Schnur um den Hals. Max war schon auf der Ladefläche. Er konnte sich befreien, doch beim Herunterspringen, verletzte er seine Pfote sehr schwer.
Die Empörung  über das Geschehene der Anwohner war gross und somit fand man doch das Gespräch mit dem Herrn, der die Hunde weghaben wollte. Denn es hat keinen Sinn Wildhunde, die sich in einem Gebiet niedergelassen haben ..........wegzumachen.........
Es  kommen dann nur wieder Neue und der Kreis hört nie auf. Wenn die Wildhunde und die privaten Tiere geimpft, entwurmt und vor allem kastriert sind, kommen keine Neuen dazu. Denn die Wildhunde die dann da sind werden ihr Revier verteidigen, und es kommen keine Neuen dazu.
Nun gab es doch noch ein Einsehen und die Hunde durften bleiben. Also es gibt Hoffnung und immer wieder kleine Schritte nach vorn.
Maxs Wunde verheilte gut und wir waren froh das er wieder zurück durfte, meinten wir. Doch wie das bei Menschen so ist, ändern sie ihre Meinung wie der Wind und Max durfte nun trotz der Impfung und der Wurmkur nicht bleiben.
Also blieb er bei Bluemoon und die Suche nach einem Besitzer wurde gestartet. Einer der Anwohner von Sahl Hashis, erbarmte sich Max und somit bekam er nun dort trotz alle dem ein neues Zuhause.
Und auch Weithy musste nicht mehr auf die Strasse und der Gefahr ausgesetzt zu sein erschossen oder vergiftet zu werden. So nahm alles doch noch ein gutes Ende.

 

Ausgesezt und angekettet

Nennen wir ihn Munch, Samstag Morgen um 07.00 Uhr ging bei uns vor der Haustüre die post ab. Ein Rradau ohne gleichen`s , die Wildhunde die zum Wassertrinken kamen, ein wildes Gekläffe. Auch unser Hund Dali der im Haus war konnte sich gar nicht beruhigen.

Also schaute ich aus dem Fenster und was sah ich da . An unserer Hauswand an einem Rohr war ein Hund angekettet mit einem Sicherheitschloss  ausbruchsicher befestigt.

Ich ging sofort runter und schaute mich um, kein Besitzer weit und breit. Was ging den da ab.

Ich verscheuchte die Wildhunde , und wendete mich mit ein paar beruhigenden Worten , dem angebundenen Hund zu. Aber oha , er stellte die Haare, fletschte die Zähne und war sofort zur Atake bereit.

Ja da habe ich nun ein Problem , den Munch wie ich ihn nannte , wollte sich gar nicht beruhigen. Er war so angekettet das ich ihn nicht losmachen konnte , ohne gebissen zu werden.

Aber fressen wird er sicher also bereitete ich ein paar unwiederstehlichen Leckerlis mit einem sedatif vor . Zwischen kläffen und fletschenden Zähnen verspeiste er die Häppchen. Nun ging`s ans warten. Aber weit gefehlt er wurde wohl ein wenig schlummerig aber anfassen lies er sich immer noch nicht.

Ich konnte ihn ja nicht, für den Rest seines Daseins  an der Hauswand, an einer 60cm langen Ketter  lassen.

Also holten wir die Fangstange und mit Hilfe meines Mannes  , verpasste ich ihm eine Narkose. Das hat gesessen nun konnte ich ihn losmachen und in ein kleines Notgehe bei unserem Haus bringen.

Somit liesen wir ihn mal sein Rausch ausschlafen. Aber damit war ja das Problem nicht gelösst.

Warscheinlich werde ich ihn laufen lassen müssen , ich kann ihn nicht anfassen wie um Gottes willen soll ich so ein Hund transportieren oder Medizinisch versorgen.

Selbstverständlich  versuchen wir es mit ihm wenn , wenn er zutraulich wird hat er eine Chance, sonst müssen wir ihn wohl laufen lassen . Damit er sein weg zu seinen so Tierliebenden Besitzer findet.

Ich habe ehrlich gesagt keine Worte für solch eine Tat. Unser Tierheim ist patschvoll , ich würde gerne alle

 

Der Gehängte!
Wir wurden von einer Tierschützerin gerufen! Es sei ein Rudel Wildhunde und davon einer , nennen wir ihn Rubens, mit einer Schnur um den Hals und einem ganz dicken Kopf der bei ihr vor dem Haus schlafe. Da es ein wilder Hund ist, bekommt sie ihn nicht zu fassen.
Also zogen wir los mit Betäubungsmittel und was man so braucht. Natürlich war Rubens dann nicht da als wir kamen auch nach langem Suchen fanden wir ihn nicht, so zogen wir wieder ab. Um die Mittagszeit kam dann der Anruf der Hund sei nun wieder aufgetaucht .
Wir nahmen auch Ali mit, unseren jungen ägyptischer Helfer, 18 Jahre alt, den ich seit er ein Kind ist kenne.
Wir fanden das Rudel und konnten den Hund auch betäuben. Was wir dann sahen, verschlug uns die Sprache! Die dicke Eiterbeule am Hals, der doppelt angeschwollene Kopf, und die tiefe Wunde rund um Hals und Nacken wo einmal das Seil war. Dies hatte sich durch das Eiter und die Wundflüssigkeit aufgelöst, aber leider zu spät.

 

 

Was Rubens passierte ist die Folge davon, dass Kinder kleine Hunde einfangen und dann mit einem Seil um den Hals durch die Gegend schleifen da sie die Tiere meistens nicht mit nach Hause nehmen dürfen. Wie das bei Kindern üblich ist, wird das Spielzeug langweilig und man lässt es irgendwo liegen, so auch die Tiere.
Man kann nicht mal sagen, dass die Kinder schuld sind, denn wenn sie nicht wissen was sie tun, wie sollen sie es dann verstehen? Es wäre bitter notwendig, dass man den Kindern beibringt, dass ein Tier Respekt verdient, so wie es in der Bibel und im Koran geschrieben steht! Aufklärung wäre dringend angebracht! Wo sind die Eltern dieser Kinder, die die Verantwortung mittragen.
Die Tiere hier haben einen sehr starken Überlebenswillen und schaffen es dann doch irgendwie, um dann leider wie Rubens, sich langsam zu Tode zu strangulieren. Wir haben dann mit ihm die letzte Hürde genommen und sein Elend für immer beendet.
Viele werden sagen: " aber da hätte man doch noch helfen können"! Leider war Rubens durch die starke Infektion und der erschwerten Futteraufnahme sehr angeschlagen und bei einem Wildhund, der sich nicht anfassen lässt ist es schwierig, jeden Tag die Wunden auszuspülen und zu versorgen.
Viele werden sagen: " aber da hätte man doch noch helfen können"! Leider war Rubens durch die starke Infektion und der erschwerten Futteraufnahme sehr angeschlagen und bei einem Wildhund, der sich nicht anfassen lässt ist es schwierig, jeden Tag die Wunden auszuspülen und zu versorgen.

 

 

 

Freitag der 13.
Mico,

geb. 01.8.08, männlich, kastriert ,

Deutsche Dogge

 

Freitag, der 13 .2. 09: Am Abend bekam ich einen Telefonanruf. Sein ( wer auch immer das war) Hund sei angefahren worden - ob ich ihn nehmen könnte. Meine erste Reaktion war NEIN, ich hab keinen Platz, mit einem verletzten Hund müsse er zum Tierarzt.
Er sei nun seit 15.00 h unterwegs und finde keinen Arzt, der Einzige, der gebrochene Beine flicke sei nicht in Hurghada und die Operation koste 4000.-. Wenn ich den Hund nicht nehme, schmeisse er ihn auf die Strasse!
Ich fragte ihn, wie kommt es, dass Du Deinen Hund einfach mit gebrochenem Bein auf die Strasse befördern willst, dass kannst Du doch nicht machen!
Die Antwort kam sofort! Kein VET. will helfen! Dr. Mohamed der bei ihm sei, kenne sich damit nicht aus! Das BlueMoon wäre die letzte Rettung, er habe keine 4000.- LE  ( das ist in etwa ein halbes Jahressalär in Egypt).
Also meinte ich, kommt vorbei, ich schaue mir das an, aber ich bin kein VET und Platz habe ich auch keinen.
Als bald klopfte es an der Tür und Dr. Mohamed und irgendein Angestellter kamen mit dem Hund, der ein Labrador sein sollte, zu mir. Ich schickte sie in unser Behandlungszimmer. Der VET. verschwand dann sofort. Ich sah mir die Wunde an. Vorderbein gebrochen und der Knochen schaute raus bei der 7 Monate alten Deutschen Dogge.
Ich fragte nach dem Besitzer. Der sei arbeiten gegangen! Ich meinte wie jetzt, ihr könnt doch nicht einfach den Hund abliefern und abhauen?!. Ich schickte unseren Mohamed raus um nach dem VET und dem Besitzer zu sehen – erfolglos!
Somit verband ich die Wunde und stabilisierte das Ganze notdürftig. Mico - wie er heisst nach Angaben des Mannes der noch da war, wurde gewogen. Stolze 35kg. Aber zu dünn für sein Alter und seine Rasse.
Wir packten ihn in den Quarantäneraum und gaben ihm zu fressen und zu trinken. Mico schien sehr dankbar und endlich angekommen zu sein. Er hat auch das Verbinden der Wunde ohne Murren über sich ergehen lassen. Ein wunderschönes Tier mit sanftem Charakter.
Wir hörten die ganze Nacht nichts von ihm.
Am Morgen dann das Telefonat mit Birgitta in Deutschland - was machen ohne Arzt. Nun bekam ich Hilfestellung von einem VET. Der meinte, Antibiotika, Schmerzmittel und Halbschiene.
Ok, Mico kam wieder ins Behandlungszimmer, er bekam eine Dosis Narkosemittel und Elain und ich nahmen den Verband ab. Wir sahen nichts Gutes - ein kleines Loch wie ein Eurostück und der Knochen der rausschaute. Elain und ich waren uns einig, dass der Knochen wieder rein musste in das Loch.
Also rief ich Doktor Grassmann in Deutschland an. Ich beschrieb ihm die Situation und er meinte, der Knochen muss wieder rein und dann Spülen! Das wusste ich noch von unseren schweizer Arzten, als sie bei uns einem Hund das Bein amputiert haben. Dann Halbschiene aus Gips und zum Chirurgen.
Also nahm ich mein Herz in beide Hände, denn ich bin überhaupt nicht vom Fach und manövrierte den Knochen wieder zurück. Zum Glück waren Elain und Bill bei mir, denn ich war sehr aufgerührt.

Mit Hilfe von Elain, die Krankenschwester ist, machten wir die Halbschale, auch für sie eine Premiere.
Ich rief in Cairo an bei einem Knochenchirurgen, einer der 4 in Cairo, der mich immer mit Rat und Tat unterstützt. Er meinte gut gemacht, kommt morgen nach Cairo wir operieren!
Nun, dass musste erst organisiert werden, denn meinen Cherockee-Jeep habe ich zu Gunsten der Klinik und des Personalhauses verkauft und mit dem roten Käfer konnte ich schlecht 7 std nach Cairo fahren.
Doch Bill meinte, er fahre mit mir. Aber da waren noch die anderen Tiere, mein Flaschenbaby, das Kätzchen Mio und der Neuzugang Dalmatiner, die man nicht einfach so allein lassen kann. Für die anderen 150 Tiere war ja gesorgt.

Mein Mann fütterte also Mio und Mohamed unser Neffe nahm sich dem Dalmatiner Chagal an.Noch eine halbe Nacht schlafen und um 05.00h gings los. Mico auf dem Hintersitz und Bill hinter dem Steuer.

 

Mico verhielt sich grossartig. Er machte kein Mucks, ging bei den Boxenstopps gehorsam Gassi - auch mit unserem Gipsding, dass er mitschleppen musste. Ein- und Ausssteigen waren eher schwierig, umsomehr er Angst vor dem Hochheben hatte.

Aber wir kamen pünktlich in Cairo an. Wie gewohnt ohne Parkplatz, Mitten im Gewühle. Also steig ich mit Mico aus und Bill geht auf Parkplatzsuche.

 

Aber Mico machte inmitten der Autos keinen Schritt! Also hob ich das 35kg schwere Tier hoch auf den Gehsteig. Zur Klinik geht’s ein paar Stufen runter, aber die wollte Mico partut nicht nehmen. Zum Glück kam Dr. Mohamed und hob das Tierchen mit Leichtigkeit hoch und die Treppe runter.

Zuerst Röntgen und Lagebesprechung. Heute würden sie nicht mehr operieren, aber morgen um 10.00h. Nein, leider hatten sie keinen Platz für Mico über die Nacht. Na ja, dass kenne ich ja von mir.

Also sind wir wieder losgezogen, um die Ecke war ich mal mit meinem Mann in einem sympathischen Hotel, dort wollen wir nachfragen. Mico ins Auto und ab zum Hotel. Ja, 2 Zimmer wären frei, aber der Hund das geht gar nicht.

Unser Vorschlag war, den Hund bitte im Auto in der Hotelgarage lassen zu können, er sei auch bestimmt ganz ruhig.
Das müsse der Chef entscheiden, eigentlich geht das nicht. Dann kam ein sehr sympathischer Herr zu uns. Herr Kaval, der Besitzer vom Karvin Hotel. Er hörte sich unser Problem und die Geschichte von Mico an und meinte, wir dürfen den Hund im Auto lassen in der Garage und ob es ein kleiner Hund sei. Ich meinte ein junger, nur 7 Monate, doch eine Deutsche Dogge! Er schluckte 2 Mal und meinte, er sei Inder und Budist, man soll helfen wenn Not ist und lies vom Koch auch noch ein Menu für Mico bringen. Uns fiel ein Stein vom Herzen. Nochmals vielen Dank herr Kaval. Es sollte mehr solche Menschen geben!
Mico hat sich super verhalten, er war nun im ganzen Hotel bekannt, aber niemand ging und störte seine Ruhe mit dummen Wau Wau, Miau Miau oder Klopfen an die Scheiben.
Als auch wir ein wenig Ruhe hatten bekam ich von Birgitta die Neuigkeit, dass sich viele Leute bemühten um Mico aus Europa zu helfen und er hat auch schon einen schönen Platz bekommen, wo er dann wenn er alle Papiere hat, hingehen kann zu anderen Doggen und eimen lieben Menschen, der ein Herz für Tiere hat, die schon einen Wüstenhund von uns aufgenommen haben.

Am anderen Tag sind wir mit Mico zur Klinik.
Wir halfen noch ein wenig bei den Vorbereitungen, ein Röntgen wurde gemacht und Mico war in seinem Tiefschlaf. Nach 3 Stunden operieren waren die beiden Knochen mit einer Platte verschraubt und alles zugenäht. Nebenbei wurde er noch kastriert, was in kurzer Zeit gemacht war. Die 3 Ärzte haben gute Arbeit geleistet, es gab noch ein Bild von den Schrauben und der Platte – für mich sah alles perfekt aus.

Nun Vergipsen und Nachbehandlungsbesprechung und einladen. Wir haben dann noch eine kleine Katze mitgenommen, die auch das Bein gebrochen hatte und niemand wollte sie. Ich bin sicher, dass wir auch für sie einen Platz finden.

Nun, Mico einladen leider mitten im Verkehr von Cairo - ohne Parkplatz mit Gehupe und Geschimpfe! Und los gings, die Katzenbox auf meinem Schoss, die Taschen irgendwie verstaut und Mico lag falsch herum auf der Rückbank als er begann,  aufzuwachen. Oh Gott, auch das noch.
Also ich mit meinen 100 Kg und mehr mit Akrobatik die Katze verstauen, Taschen platzieren, nach hinten krabbeln, Sitz verschieben und Mico auf die richtige Seite legen. Das alles in der Stosszeit Mitten in Cairo - man hätte eine versteckte Kamerea platzieren können.
Doch einmal raus aus dem Trubel ging alles viel besser und die ganze Fahrt war Mico dann ruhig noch im Halbschlaf.
Wir kamen um 21.00h in Hurghada an und versorgten Mico mit Heizkissen und allen, was er braucht. Er hatte einen Riesenappetit. Mico ist wirklich ein Superkerl und hat das Ganze toll mitgemacht.
Auch die Katze wurde versorgt und endlich war Ruhe.
Am anderen Tag war der verrückte Kerl schon wieder auf den Beinen als wenn nichts passiert wäre. Hoppelt mit seinem Gipsbein durch sein Räumchen. Wir würden noch lange flach liegen bei so einer Tortour.

Nun geht’s ans Gesund werden. Es soll gut zusammenwachsen und keine Infektion geben bitte. Verbandswechsel jeden 2. Tag und wir sind guter Hoffnug.

Das wird schon wieder.

 

Nun, die Frage ist, ob Freitag der 13. wirklich ein Unglückstag ist - ich denke für Mico war das ein Glückstag, definitiv. Möchte nicht wissen, was mit ihm auf der Strasse passiert wäre.
Mina
Dieser Strassenhund hatte ein Zuhause. Die ägyptischen Hunde sind sehr beliebte Hausgenossen, da sie ein sanftes Wesen haben und mit Kindern und anderen Tieren gut zurechtkommen. Beim Gassigehen erwischte Mina einen Köder mit Gift. Leider kam jede Hilfe zu spät. Man sieht an der blau gefärbten Zunge, dass sie vergiftet wurde.
Das ausgelegte Gift tötet nicht nur die Strassentiere, sonder eben auch die Hunde, die im Privatbesitz sind. Es wird immer schwieriger mit den eigenen Hunden Gassi zu gehen und sie frei laufen zu lassen.
Auch ist das Gift eine Gefahr für die Kinder die auf der Strasse spielen, speziell hier wo sie oft ohne Aufsicht draussen sind und wie schnell hat so ein Kind , etwas in den Mund gesteckt.
Hotdog
Es war ein mal ein Mops, der stahl dem Koch ein Ei, da nahm der Koch ein Beil und hieb den Mops entzwei, da kamen viele Möpse...........
Fast jeder kennt dieses unsinnige Lied, aber wer stellt sich bei diesem Lied vor, wie der Mops aussieht, nach der Bekanntschaft mit dem Beil? Ich kann es mir jetzt sehr gut vorstellen!
Ich bin Tanja und das ist meine Geschichte:
Das wurde für uns das grosse Grauen und für einen Hund die Rettung ! 
Wir waren gerade auf dem Weg in den ersten Stock als wir die arme Kreatur auf einem Fussabstreifer  liegen sahen, mit grossen traurigen Augen sah uns der junge Hund um Hilfe bittend an, mir steigen jetzt noch, beim Schreiben dieser Geschichte die Tränen in die Augen.
Was ich sah erfüllte mich und auch meine Tochter mit Entsetzen ! Das furchtbar abgemagerte Tier hatte im Genick eine tiefe, klaffende Wunde. Für mich sah es so aus, als könnte ich sogar die Wirbelsäule sehen, auch weiter unten am Rücken war noch ein Einschnitt, so genau konnte ich gar nicht hinschauen.
Ich rannte förmlich in den ersten Stock und bat meine Freundin sofort Monika anzurufen, die Retterin aller Tiere in Not. Leider war Monika nicht in der Stadt und zu meiner eigenen Schande muss ich gestehen, war ich mit der Situation total überfordert. Der arme Hund sah so gruselig aus, dass ich ihn nicht genau anschauen konnte, geschweige denn anfassen.
Zu allem Übel  dazu, kam uns der Hund sogar noch ein Stück entgegen als wir uns wieder auf den Heimweg machten. Wieder sah er uns um Hilfe bittend an und wieder erfüllten Ekel und Mitleid  mein Herz und ich verfluchte meine Unfähigkeit dem armen Tier zu helfen.
Am nächsten Tag war der Hund wieder da, und zu meiner steigenden Verzweiflung war Monika immer noch nicht zu erreichen ! Erst abends als es schon zu dunkel war um in der abgelegen Gegend überhaupt noch etwas zu sehen, nahm Monika endlich den Hörer ab und ich erklärte ihr was los ist.
Somit musste unser Patient noch eine Nacht ohne Nahrung und mit Schmerzen verbringen, bis am nächsten Morgen die Rettung nahte.
Monika war schon in den Startlöchern als sie den Anruf meiner Freundin bekam, dass der Hund wieder auf ihrer Fussmatte lag, somit ging alles ganz schnell. Es war für Monika überhaupt nicht schwer, den ausgezehrten Hund mit guten Zusprachen anzulocken und in eine Decke zu wickeln. 
Schnell brachte sie das arme Tier zum Tierarzt, der feststellte, dass die furchtbaren Wunden nicht von einem Beil stammten, sondern von heissem Öl !
Ist das nicht furchtbar? Wer kann so grausam sein, einem jungen, zutraulichem, freundlichem Tier so etwas anzutun? Die Menschen hier in diesem Land bezeichnen sich als Gottesfürchtig und auch der Koran schreibt vor, Tiere mit Respekt zu behandeln. Wo ist die Gottesfurcht dieses Menschen geblieben, der einem Tier soviel Leid zufügt ?

Zum Glück stellte der Tierarzt fest, dass die Wunden schlimmer aussahen wie sie waren und das eigentliche Problem die Unterernährung der kleinen Hündin war. Also durfte sie sich nach ihrer ärztlichen Versorgung bei Monika so richtig satt fressen.
Nun ist die Kleine auf dem Weg der Besserung und braucht nur noch ein liebevolles Zuhause, in dem sie sich von ihrem Trauma erholen und beweissen kann, was für ein toller Hund sie doch eigentlich ist.
von Tanja

 

Lisa, geb.1.9.08  weiblich  

Lisa wurde uns bei einer Nacht- und Nebelaktion, von einer Familie mit Kindern gebracht. Die Hündin wurde da geschlagen, schlecht behandelt ect. Sie als tierliebe Familie konnten dem nicht zusehen, man hat ja ein Herz und haben den Hund dort weggenommen.

Da sie aber bald wieder nach Deutschland zurückreisen, um dort ein Neuanfang zu starten, da es in Aegypten nicht geklappt hat, möchten sie mir die Lisa abgeben.

Bluemoon soll alle Papiere anfordern und wenn Lisas Ausreise bereit sei, in ein paar Monaten, soll sie in ihr neues Zuhause nach Deutschland kommen. Sie würden sämtliche Kosten übernehmen.

Als Lisa nun das Datum zum Ausreisen bekam, informierte ich die tierfreundliche Familie, die Lisa "gerettet" hat, dass sie bald ausreisen kann.

Und als Antwort bekam ich: 'Leider hätten sich die Lebensumstände geändert, Harz 4, Frau schwanger,...'  und nun gab es kein Platz mehr für Lisa.

Es erstaunt mich immer wieder, wie sich Erwachsene benehmen ,um ein Tier zu "Retten" ,und mich unter Druck setzen, dass ich es abnehme. Obwohl es da wo es war kein schlechtes Zuhause hatte, wenn man sich genauer erkundigt hätte.

Und zum Schluss bleibt das Tier dann bei uns sitzen. Und andere verwundern sich dann, wenn ich den Glauben in die 'ach so tollen Tierschützer' verliere.

Nun suchte Lisa ein Zuhause ,wo sie erwünscht ist und bleiben kann. Auch wenn sich das Leben einmal anders verhält als erwartet.

Und oft hat man Glück im Unglück . Einer tierliebenden Dame in Safaga wurden 40 Hunde vor der Haustüre vergiftet. Beim Gassigehen an der Leine erwischte es auch ihre beiden  Tiere Lisa und Celin.

Weinen kam die Dame zu uns, sie könne unmöglich nach Hause ohne ein 4 Beiner. So  zog unsere Lisa das grosse Los, und durfte mit in die Schweiz, wo sie nun glücklich im grünen gras herum tollt.

Roy, Geb.20.9.05 männlich, kastriert

Nach Wochen geduldig ertragener Pflege,

gehts ihm wieder gut, seine nachgewachse

Das ist eine der leidigsten Geschichten, die immer wieder vorkommen.

Eine europäische Dame wohnt und arbeitet hier in Hurghada und hat einen ägyptischen Mann. Das ist auch in Ordnung so.

Dann sieht man einen kleinen Welpen, ach so süss, den man unbedingt von der Strasse  retten muss, und womöglich noch zu jung von der Mutter entwendet. Man nimmt das süsse Knäuel nach Hause und liebt, hegt und pflegt es, es bekommt auch einen Namen, zum Beispiel Roy.

Er darf ins Haus meistens sogar aufs Sofa und ins Bett. Der Ehemann ist da nicht so ganz einverstanden, aber er ergibt sich dem Schicksal, der Hund wird geduldet.Dann kommen die ersten Gewitterwolken in der Ehe, die Dame beschliesst sich das nicht mehr bieten zu lassen und haut ab nach Deutschland.

Da Roy aber keine Papiere hat um in Europa einzureisen, darf er nicht mit und bleibt einfach zurück. Der Ehemann wollte sowieso keinen Hund, kehrt in sein Städtchen am Nil zurück,   mit einem Hund kann er da nicht erscheinen. Somit darf Roy wieder in die Freiheit, auf die Strasse. Wo er tagelang vor seinem Haus sitzt und sich die Seele aus dem Leib heult. Denn er kann nicht nachvollziehen, dass er von heute auf morgen nicht mehr erwünscht ist.

Nun hat Roy ein echtes Problem. Da er zu früh von der Mutter weggenommen wurde, mit anderen Hunden keinen Kontakt hatte und das Futter immer serviert bekam, weiss er nicht, wie die Regeln auf der Strasse mit den Streunern sind.

Und die Streuner haben ihn richtig in die Mangel genommen: mit über 20 Bisswunden kam er zu uns ins Bluemoon, wir haben ihn wieder aufgepäppelt und nun ist er trotz seiner schlechter Erfahrung der treuseligste Hund, den wir haben und der uns viel Freude bereitet. Wir hoffen, dass er bald ein neues Zuhause findet, in dem er bleiben kann. Denn nun hat er auch die Dokumente zum Ausreisen.

Es ist für uns besonders bedrückend, dass es meistens Europäer sind, die ihre Katzen und Hunde nach den 2-3 Jahren Hurghada-Aufenthalt, einfach kalten Herzens auf die Strasse schmeissen. Hauskatzen sind begehrte und leichte Beute für die Wildhunde, also eine kurze Freiheit in Angst und Schrecken.

Es ist schade, dass Leute Tiere einfach nur auf Zeit zu sich nehmen. Wenn ein Hund auf der Strasse gross wird, und er dann geimpft und kastriert ist, hat er ein besseres Leben, als wenn er vom Einem zum Anderen und am Schluss wieder auf der Strasse landet. Er lebt vielleicht nicht so lange wie unsere Haushunde, aber er lebt ein freies Leben.

Denn wenn wir die Wildhunde durch die Wüste fetzen sehen, wohlgenährt vom Abfall der Zivilisation, von Mäusen und Ratten. Wenn die dann noch alle kastriert und geimpft sind, freut uns das besonders. Nicht jeder Streuner muss ein Zuhause haben. Wenn die gesund und überlebensfähig sind, gönnen wir ihnen doch die Freiheit die wir schon lange verloren haben.

Roy ist  ein freundlicher, gutmütiger kleiner Kerl. Er ist stubenrein. Passend für Familien mit Kindern. „Er ist der typische Struppi, der Streuner“, wie Monika immer liebevoll über ihn sagt.

Nach Wochen geduldig ertragener Pflege, gehts ihm wieder gut, seine nachgewachsenen Haare haben die Narben auf der Haut bedeckt. Die in der Seele brauchen wohl etwas länger.

Und so erweichte er das Herz von Sonja, und nun darf er im Schnee tummeln. Doch das war noch nicht alles für Roy, er bekam ein Tumor, der aber Gott sei dank erfolgreich entfernt wurde. Nun kann er wieder mit seinem Freund Bruno über die Wiesen rennen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Freigängerhunde im Januar 2011

 

Gnolli kommt aus der Wüste und sieht auch aus wie die Wüste. Unser Rastamädel passt sich der Umgebung an; in der Regel liegt sie draußen vor dem Eingang. Oder in irgendeiner nassen Bewässerungspfütze.

 

Der Rest der Truppe liegt als Empfangskomitee absolut entspannt am Wegrand - solange keine Fremden kommen.

Tizian - zusammen mit Gnolli - sind unsere Hofhündinnen, die als Welpen zu uns kamen und seit Anfang an bei uns sind.  Unsere beiden Ladies

Dudi gehört unserem Nachbarn, doch beide verbringen mehr Zeit bei uns als Zuhause.

Sami kommt von einem benachbarten Pferdestall zu uns herunter; er hatte einen bösen Autounfall und ist deswegen behindert. Bei uns fühlt er sich sicher.

Nennen wir ihn Roberti. Er kam aus der Wüste und hat die beiden Hundedamen Tizian und Gnolli beeindruckt - sie haben ihn reingelassen. Und er ist geblieben.

 Wenn er dann auch zu uns Menschen Vertrauen gefasst hat, wird  er entwurmt und kastriert, damit auch er astrein zur Truppe passt.

 

Constabel kam als Welpe zu uns. Da sie taub ist, konnte sie nicht in ein Gehege integriert werden, weil sie die Warnungen der anderen Hunde nicht hörte und deswegenoft gemobbt wurde. Somit bleibt sie Freigängerin bis sie ein neues Zuhause gefunden hat.

Die 3 Welpen wurden mir von Lena, einer Guest Relation Mitarbeiterin in einem Hotel in Soma Bay, mit dem hochheiligen Versprechen, sie wieder zurückzunehmen wenn die drei selbständig fressen, gebracht. Damals waren sie gerade mal 5 Tage alt. Doch wie so oft reicht das Versprechen nur bis vor die Türe, bei der sie abgegeben wurden - aus den Augen, aus dem Sinn; abgegeben und abgehakt. Jedes Mal, wenn ich anrufe, hängt man mir das Telefon auf. Kein Wunder, dass ich kein Vertrauen mehr in die Leute habe.

Henrietta ist ein kleines, pfiffiges Mädchen. 

Ich hoffe, sie findet auch wenn sie größer

und der „Jööö-Effekt“ weg ist noch ein Zuhause.

 

Moore ist der Bube aus der Dreierbande. Er ist auch der größte und frechste - ein richtiger Lausbub eben, aber so knuffig wie keiner.

Cara ist die kleinste von den dreien, mit ihrem treuen Blick wickelt sie jeden um den Finger. Ich hoffe sehr, dass wir sie in gute Hände geben können. Bis zum Flegelalter dürfen sie bei uns als Freigänger herumlaufen, wie alle Welpen die wir bekommen. Tizian und Gnolli übernehmen jeweils das Erziehen und Sozialisieren der Junioren.

Botera das Treppenkind

Botera  kam am 29.05.2011 zu uns

Geb. 22.05.2011

Als Barbara am 29. Mai 2011 nach Hause kam, flitzte unser Hund Dali direkt unter die Treppe und schnüffelte nach was. Barbara meinte da wäre nichts, aber Dali gab nicht auf.

Neugierig geworden, kroch Barbara unter die Treppe und was fand sie da in der Ecke zusammen gekauert: ein kleiner Welpe, kaum 7 Tage alt.

Sie rief mich an und fragte, was sie jetzt tun solle. Meine Antwort kurz und bündig:  Füttern, und das alle 2 Stunden. Wie groß er den wäre? Und sie sagte: „Ohren und Augen sind noch geschlossen“… das deutete auf schlaflose Nächte hin…

Nun, viel kann noch nicht über den kleinen Wurm gesagt werden, denn außer schlafen, schei… und trinken macht sie nicht viel. Aber schon jetzt ein kleines Mädel zum Herz erweichen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine lange Geschichte

Eine tschechische Dame kam eines schönen Morgens mit 7 Welpen aufs Land gefahren. Ursprünglich wären es 8 gewesen, meinte sie, aber für den einen hätte sie einen guten Platz gefunden.

Ob ich die 7 aufnehmen würde, sie waren ja alle so schrecklich mit Räude befallen. Ich sagte zu, unter der Voraussetzung, dass sie die Hunde nach deren Genesung und Kastration dann  wieder zurück nähme oder einen guten Platz für sie fände Doch vorerst könnten sie für 3-4 Monate bei uns bleiben.

Kein Problem, meinte sie, sie würde sich darum kümmern und auch für alle Kosten aufkommen.

 

Dann kam ein Anruf, dass die Hundemama noch kastriert werden müsste. Auch dies war für uns kein Problem, sie könne sie vorbeibringen.  Doch dann brachten sie mir nicht nur die Mama, sondern den Hundepapa gleich mit dazu. Doch dieser büxte über Nacht mit der Mama aus. Diese haben wir wieder gefunden, aber den Vater nicht, leider.

Es ist einfach unglaublich, dass die Leute einfach denken, ich könne alles aufnehmen, was man mir bringt. Auf alle Fälle sah die Mutter schrecklich aus – von Räude geplagt und durch das Säugen sehr abgemagert.

Nach 3 Wochen kam die tschechische Dame wieder zu uns, mit dem 8. Welpen ebenfalls total gezeichnet von der Räude. Ich wollte und konnte ihn nicht mehr zu den anderen geben, da diese bereits auf dem Wege der Besserung waren, was die Dame partout nicht verstehen wollte.

Wir verordneten Medikamente, sie solle das Hündchen wieder mit nach Hause nehmen und pflegen und nach 10 Tagen zur Nachkontrolle mit dem Welpen kommen. Aber nichts geschah, sie kam nicht mehr.

 

Als dann Andrea mit einem Häufchen Elend zu uns kam, die Ohren von der Räude zerfressen, bis auf die Knochen abgemagert, erkannten wir gleich den Welpen der Tschechin wieder! So eine Schweinerei, die hatte den Kleinen doch tatsächlich einfach irgendwo ausgesetzt.

Nun ist er also bis auf Weiteres bei uns, wir nennen ihn Spina. Er war ein Bild des Jammers, als er zu uns kam. Doch nach einer Woche hat der Heilungsprozess eingesetzt und er macht gewaltige Fortschritte.

Da die Geschwister nun alle kastriert sind, wieder einen runden, wohlgenährten Bauch haben und das Fell sich auch wieder regeneriert hat, sollte nun eine Entscheidung getroffen werden, was mit der Rasselbande passiert…

Doch nun ist die tschechische Dame  verschwunden; aber es sind ja noch ein paar Damen mehr, die sich um die Strandhunde an der Public Beach gekümmert haben. Nun wollen wir mal sehen, wie weit deren Tierliebe und Engagement geht.

Leider oft nicht so weit, denn man muss sich ja engagieren und einen Strandtag streichen.

Fortsetztung folgt…

Die Mama Heidi

Nun hat sie wieder etwas Fleisch auf den Knochen und  die Räude ist ausgeheilt. Muss sie wirklich wieder auf die Strasse  mit all ihrer 8 Kinder ???

 

Vom Straßenhund zum Sozialarbeiter!

Von den Einen werden sie wie Müll behandelt, gequält, getötet, jegliches Recht auf Leben entzogen.

Nicole hat vor 15 Jahren die Ressourcen der Straßenhunde für die soziale Arbeit entdeckt:

Im Jahr 2001 lernten sich Monique Carrera Gad el Karem und Nicole Feldhoff in Hurghada kennen. Damals lebte Nicole mit 2 türkischen Straßenhunden, Zora und Ally, zusammen.

Seit dieser Zeit unterstützte Nicole Monique und ihr Bluemoon- Animalcenter, indem sie Hunde als Pflegestelle zu sich nahm und diese vermittelte.

Mehrmals im Jahr flog Nicole nach Hurghada um die Hunde im Bluemoon- Animalcenter zu trainieren, damit sie bessere Vermittlungschancen haben.

2008 entschied sich Nicole einen der Bluemoon-Hunde zu sich zu nehmen. Festus, der sich durch sein Clown- verhalten, Lernbereitschaft und Arbeitswillen in Szene setzte.

2009 kam eine mit Schrot angeschossenen Hündin zu Moni.

Liza bestach durch ihre Demut, Gutmütigkeit und Geduld. Sie durfte bald darauf die Reise nach Deutschland zu Nicole antreten.

2010 bereitete Moni dann Elsa für die Reise nach Deutschland vor.

Elsa ist die Tochter von Liza und wurde von einem ägyptischen Animateur schlecht behandelt.

Trotz alledem erkannte Nicole Elsas Stärken. Sie ist sehr arbeitswillig, verschmust und gesprächig.

Seit 2005 ist Nicole nun auch Mutter und lebt mit ihrem Sohn und 4 Hunden in Duisburg.

Fynn war bei der Auswahl der Hunde beteiligt, denn bevor sich Nicole für einen der Bluemoon- Hunde entschied, trainierte sie mit Kind und Hund um zu testen ob sich der Hund für ihr Angebot eignet.

Als Erzieherin, Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin, arbeitete Nicole in den unterschiedlichen Bereichen der sozialen Arbeit, wie Kindergarten, Familiengruppe, Tagestätte, Hort, Jugendzentren, Hilfe zur Erziehung, offener Ganztag und schließlich Schulsozialarbeit.

Während ihrer beruflichen Tätigkeit ist ihr Fokus immer wieder auf Kinder und Jugendliche gerichtet, die ein sehr grenzüberschreitendes, gewaltbereites Verhalten zeigen. Dieses Verhalten nimmt lt. Nicoles Wahrnehmung immer weiter zu.

Zum anderen war ihr immer ein Anliegen, die Kinder und Jugendlichen, die sich unauffällig innerhalb einer Gruppe verhalten und introvertiert scheinen, genauer zu betrachten.

Daraus hat sich ein großes Ziel ergeben- diesen Kindern Einhalt zu bieten und sie zu unterstützen ihr Potential zu erkennen und zu entfalten.

Da viele von ihnen kaum Anteilnahme zeigten, beispielsweise bei Verletzungen anderer, Rücksichtnahme nicht gelebt wird und die Kinder nicht in der Lage sind angemessen miteinander zu kommunizieren, setzte Nicole anstelle des Erziehers einen Hund ein.

Kinder und Jugendliche, die sich weigerten mit einem Erwachsenen zu arbeiten, ließen sich auf den Hund ein.

Kinder die bei Menschen einfach zuschlugen, setzten alles dran, damit der Hund zu ihnen kommt, sie annimmt.

Nicole erkannte diese Chance und nutze sie.

Daraus entstand 2005 die Idee, welche sich  weiterentwickelte, Methoden erprobt und verworfen wurden bis dann am Ende methodics® 2009 entstand.

Alle ihre Hunde setzt sie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ein.

Die Auswahl der Hunde nimmt sie gezielt vor, je nach Problematik oder Zielvorstellung bei den Teilnehmern.

Warum Straßenhunde?

Nicoles Konzept baut auf die Affinität eines Menschen zum Hund auf, dabei ist es sekundär worauf diese beruht.

Gezielt werden hierbei Straßenhunde eingesetzt, da sie aufgrund ihrer eigenen Geschichte die emotionale Ebene der Teilnehmer ansprechen, so empfinden diese Mitgefühl und identifizieren sich mit dem Hund. Sie sehen in ihm einen Leidensgefährten.

Nicoles Hunde sind sehr klar in ihrer Kommunikation, sozial und auf Menschen fixiert.

Nicole hat ihr Konzept um die Stärken und Schwächen ihrer Hunde herum konzipiert.

Wenn Sie mehr wissen möchte können sie sich gerne unter

www.methodics.de

informieren.